Warum ich lustige Lokalkrimis schreibe

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Warum ich lustige Lokalkrimis schreibe

Es gibt so viele Arten von Buch-Genres, so viele Unter-Genres und noch mehr Bücher, die sich nirgends einordnen lassen. Ich habe mich dazu entschieden, humorvolle Lokalkrimis zu schreiben. Warum? Darum!

Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da eh nicht leben raus.

Steckbrief AbizeitungIn der Abi-Zeitschrift gab es von jedem Abiturienten einen Steckbrief mit Foto und ein paar Sätzen darunter: Was man mal werden wollte und sowas alles. Außerdem so eine Art persönlichen Leitsatz. Bei mir stand: “Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da eh nicht lebend raus.” Auch heute, 13 Jahre später, denke ich noch immer: Isso! Die meisten Sachen sind nicht so ernst, wie man auf den ersten Blick denkt. Und ein Lachen hat noch nie geschadet (außer vielleicht dem verdächtigen Ehemann in “Gone Girl“).

Wieso lustig? Ich mag Humor in jeder Art, von strahlend-weiß bis tiefschwarz. Menschen, die gute Witze erzählen können, bewundere ich. Feine Ironie ist mir genauso recht wir harter Sarkasmus. Vielleicht hat das dazu geführt, dass meine Texte oft nicht so ganz nüchtern und ernst wurden. Als ich noch für eine Tageszeitung geschrieben habe, habe ich mich natürlich zurückgehalten. Da mussten alle Texte ganz sachlich sein, höchstens in einer Glosse oder einem Kommentar durfte man sich mal auslassen. Spaß gemacht hat das nicht. Und wenn ich dann doch mal etwas schreiben durfte, das nicht so ganz bierernst sein musste, hat mich manchmal der Schalk in meinem Nacken überfallen. Dann habe ich wieder gemerkt, dass Schreiben richtig Spaß machen kann.

Spannung muss sein

Also, ich kann nicht gut ernst schreiben. Da lag es nah, ein lockeres, lustiges Genre zu wählen. Aber warum zum Beispiel keine heiteren Liebesromane? Für die Zukunft schließe ich das nicht aus. Ich probiere gerne neue Sachen. Doch bei Liebesromanen fehlt mir oft ein Aspekt, den ein gutes Buch meiner Meinung nach unbedingt braucht: Spannung, Spannung und noch mehr Spannung. Und die entsteht am schnellsten und einfachsten, wenn eine der Hauptfiguren so richtig in der Scheiße steckt und am besten noch um ihr Leben fürchten muss. Deshalb also der Krimi.

Und warum ausgerechnet im Sauerland? Weil ich hier lebe, weil ich das Sauerland nach vielen Jahren, in denen ich mit ihm gehadert habe, heute liebe. Weil es eine viel zu wenig beachtete Gegend ist und nicht zuletzt weil die Menschen hier von einem ganz besonderen Schlag sind. Klar, meine Krimis hätten auch in einer Großstadt spielen können, aber das hätte irgendwie nicht zu ihnen gepasst. Man nennt humorvolle Krimis übrigens auch Landhaus-Krimis (oder Cozy-Krimis, das hat sich auch durchgesetzt). Das zeigt ja schon, dass für so einen Kriminalroman ein ländliches Örtchen die richtige Kulisse ist. Hier lebt es sich einfach ganz anders: Jeder kennt jeden, was mal gut und mal nervig ist. Man kann nicht ständig feiern sondern muss sich nach den großen Parties wie Schützenfesten oder Volksfesten richten, wo man dann alle Nachbarn und Bekannten trifft. Dafür ist die Stimmung aber immer der Hammer und man trifft immer jemanden, den man kennt. Die Menschen hier haben viel Platz und hocken nicht gerne aufeinander. Wir haben noch viel mehr mit der Natur zu tun als Städter (obwohl ich nicht denke, dass Stadtkinder glauben, Kühe seien lila). Man ist hier mehr für sich und trotzdem nie allein. Wenn hier doch mal ein Verbrechen geschieht, obwohl wir alle ziemlich friedfertig sind, dann ist es gleich ein ziemlich großes Ding. Deshalb spielen meine Geschichten im Sauerland.

Lachen und Mitfühlen

Und warum jetzt alles zusammen? Was ich an humorvollen Krimis schon immer gemocht habe, ist diese Mischung aus ernst und lustig. Man darf als Leser lachen, darf sich genauso aber auch fürchten oder betroffen sein. In so einem Krimi ist die Gefühlsspanne nicht begrenzt wie in anderen Genres. Ich habe zum Beispiel bei den Büchern von Cody McFadyen kein einziges Mal gelacht. Dafür waren die Geschichten einfach viel zu grausig. Ach ja, das ist auch noch so ein Punkt, warum ich lieber Cozy-Crime schreibe: Von allzu brutalen Mord- und Folterszenen bekomme ich Albträume. Ich mag mir sowas nicht vorstellen, geschweige denn darüber schreiben. Ein gewaltsamer Tod ist meistens schon schlimm genug, da müssen diese ganzen fiesen Details gar nicht sein. Viel spannender, als die Art und Weise, wie jemand ermordet wird, finde ich die psychologischen Hintergründe. Ich glaube, hier wartet das wahre Grauen (*irresLachen*).

 

Wenn du einen meiner Hubbi-(Kurz)Krimis gelesen hast, gehe ich davon aus, dass du lustige Krimis genauso magst wie ich. Was sind deine Gründe? Verrate es mir in den Kommentaren.

 

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